Jackery Explorer 1000 v2 (2026): Datencheck der 1-kWh-Station

Veröffentlicht: 28. August 2026 · Zuletzt aktualisiert: 12. September 2026 · Autor: Florian Schröder

Die kurze Antwort: Die Jackery Explorer 1000 v2 speichert laut Hersteller 1.070 Wattstunden und liefert 1.500 Watt Wechselstrom-Dauerleistung bei 10,8 Kilogramm Gewicht. Das ergibt rund 99 Wattstunden pro Kilogramm und macht sie zur leichtesten der aktuell im deutschen Hersteller-Shop gelisteten 1-kWh-Stationen. Ihre Grenze ist die Leistung, nicht die Kapazität: Aktuelle Wettbewerber derselben Klasse — EcoFlow DELTA 3 Classic, Anker SOLIX C1000 Gen 2 und BLUETTI Elite 100 V2 — nennen 1.800 bis 2.000 Watt und damit 300 bis 500 Watt mehr Kopffreiheit für Wasserkocher, Heizlüfter und Werkzeug.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 1.070 Wh Nennkapazität und 1.500 W AC-Nennleistung laut Jackery.
  • 10,8 kg Gewicht; Jackery nennt das Gehäuse „18 % kleiner als die alte Version Explorer 1000“.
  • Vier Ladewege mit Herstellerzeiten: Notladung 1 Std., Wandladung 1,7 Std., Solar (2 × 200 W) 3,8 Std., Auto 12 Std.
  • USV-Umschaltung ≤ 20 ms, nach IEC 62040 zertifiziert laut Hersteller.
  • LiFePO4 mit 4.000 Zyklen laut Jackery; Geräuschangabe ≤ 22 dB.
  • Betriebstemperatur −10 bis 40 °C laut Hersteller-Hinweis — die engste Grenze im Datenblatt.
Transparenz: Dieser Beitrag ist ein Herstellerdaten-Vergleich, kein eigener Labor- oder Langzeittest. Alle technischen Zahlen zur Explorer 1000 v2 stammen von der offiziellen Produktseite auf de.jackery.com, die Vergleichswerte von den Produktseiten der jeweiligen Hersteller. Datenstand: 11. September 2026.
Transparenz & Unabhängigkeit: Unsere Redaktion ordnet Produkte anhand von Herstellerunterlagen, technischen Daten und nachvollziehbaren Anwendungsszenarien ein. Eigene Messungen und fremde Erfahrungsberichte werden nur mit entsprechender Kennzeichnung als Belege verwendet. Diese Seite enthält Partnerlinks. Wenn du über diese Links kaufst, erhalten wir eine kleine Provision — für dich ändert sich am Preis nichts. Details zu unseren Prüfkriterien findest du unter Wie wir bewerten.
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So ist dieser Beitrag geprüft

Methodik: Wir haben am 11. September 2026 die offizielle deutsche Produktseite der Explorer 1000 v2 abgerufen und daraus Kapazität, Leistung, Gewicht, Ladezeiten, Geräusch-, Zyklen- und Temperaturangaben übernommen. Die Vergleichswerte von EcoFlow, Anker SOLIX und BLUETTI stammen aus deren eigenen Produktseiten. Zusätzlich stellen wir die Hersteller-Laufzeiten einer eigenen Dauerlast-Rechnung mit Planungsfaktor 0,85 gegenüber, um sichtbar zu machen, wo Herstellerangaben getakteten Betrieb voraussetzen.

Redaktionell geprüft: 11. September 2026. Maßgeblich bleiben das Handbuch des konkreten Geräts und die Bedingungen des aktuellen Angebots. Laufzeitangaben in diesem Beitrag sind Rechenbeispiele mit einem ausdrücklich angenommenen Planungsfaktor von 0,85 und keine eigenen Messwerte.

Welche Daten nennt Jackery für die Explorer 1000 v2?

Die Explorer 1000 v2 ist eine tragbare Powerstation mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4) und einem bidirektionalen Gallium-Nitrid-Wechselrichter. Bidirektional bedeutet: Dieselbe Leistungselektronik lädt den Akku und wandelt beim Entladen zurück in 230 Volt Wechselstrom. Die folgende Tabelle enthält ausschließlich Werte, die Jackery auf der deutschen Produktseite selbst nennt.

Tabelle 1: Datenblatt der Jackery Explorer 1000 v2. Alle Werte laut offizieller Produktseite de.jackery.com, Abruf 11. September 2026. Leere Felder bedeuten: Der Hersteller nennt die Angabe auf dieser Seite nicht.
Merkmal Herstellerangabe Bedeutung für den Kauf
Nennkapazität 1.070 Wh rechnerisch rund 910 Wh nutzbar bei Planungsfaktor 0,85
AC-Nennleistung 1.500 W harte Grenze für Wasserkocher, Heizlüfter und Werkzeug
Zellchemie LiFePO4 thermisch stabiler als NMC, aber nicht risikofrei
Wechselrichter bidirektionaler GaN-Inverter kompaktere Bauform, laut Hersteller geringere Verluste
Zyklen 4.000 Zyklen, laut Hersteller „hält 10 Jahre“ bei einer Ladung pro Tag Leistungsgrenze, keine Garantieaussage
Gewicht 10,8 kg rund 99 Wh/kg — hoher Wert für die 1-kWh-Klasse
Bauform 18 % kleiner als die alte Version Explorer 1000 passt laut Hersteller ins hintere Fahrzeugfach
Notladung (per App) 1 Std. auf 100 % nur über App aktivierbar
Wandladung 1,7 Std. Standardweg an der Haushaltssteckdose
Solarladung 2 × 200 W Panels: 3,8 Std. Idealbedingungen; in Deutschland saisonal deutlich länger
Autoladung 12 Std. nur als Ergänzung auf langen Fahrten sinnvoll
USB-Ausgänge USB-A und USB-C, bis 100 W Dual PD zwei Geräte mit Schnellladung gleichzeitig
USV-Umschaltung ≤ 20 ms, IEC 62040 zertifiziert Kompatibilität mit dem eigenen Endgerät praktisch testen
Geräusch ≤ 22 dB Herstellerangabe ohne genannte Messbedingung
Schutzsystem ChargeShield 2.0 mit 62 Schutzschichten Marketingbegriff des Herstellers für das BMS-Konzept
Betriebstemperatur −10 bis 40 °C (Solarmodule −10 bis 65 °C) engste Grenze im Datenblatt; Frostbetrieb nur bedingt
Lieferumfang Powerstation, AC-Ladekabel, Benutzerhandbuch Solarkabel und Autoladekabel nicht enthalten

Wie lange läuft die Explorer 1000 v2 an welchem Gerät?

Jackery nennt auf der Produktseite eigene Laufzeitbeispiele. Wir stellen sie einer Dauerlast-Rechnung gegenüber: 1.070 Wattstunden × 0,85 ergeben 910 nutzbare Wattstunden, geteilt durch die Geräteleistung. Die Gegenüberstellung ist der eigentliche Erkenntnisgewinn, denn bei drei Geräten weichen die Werte deutlich ab.

Tabelle 2: Hersteller-Laufzeiten gegen Dauerlast-Rechnung (910 Wh nutzbar, Planungsfaktor 0,85). Herstellerwerte laut de.jackery.com, Abruf 11. September 2026; die rechte Spalte ist unsere eigene Rechnung, keine Messung.
Gerät (Leistung laut Jackery) Laufzeit laut Jackery Dauerlast-Rechnung mit 910 Wh Einordnung
Tragbarer Kühlschrank (60 W) 15 Std. ca. 15,2 Std. deckungsgleich
Projektor (100 W) 8 Std. ca. 9,1 Std. Herstellerwert konservativer als die Rechnung
Heizdecke (230 W) 6 Std. ca. 4,0 Std. Herstellerwert setzt getakteten Thermostatbetrieb voraus
Eismaschine (500 W) 1,8 Std. ca. 1,8 Std. deckungsgleich
Kaffeemaschine (550 W) 1,5 Std. ca. 1,7 Std. Herstellerwert konservativer
Unkrautstecher (1.100 W) 1,4 Std. ca. 0,8 Std. Herstellerwert setzt Arbeitspausen voraus, keinen Dauerbetrieb
Mikrowelle (1.160 W) 0,8 Std. ca. 0,8 Std. deckungsgleich; Mikrowellen laufen ohnehin getaktet
WLAN-Router (12 W, eigene Annahme) keine Herstellerangabe ca. 76 Std. über 12 Volt oft effizienter als über 230 Volt
Was diese Abweichung bedeutet: Bei Heizdecke und Unkrautstecher liegt die Herstellerangabe über der reinen Dauerlast-Rechnung. Das ist kein Fehler, sondern eine andere Annahme: Thermostatgeräte und Handwerkzeuge laufen im Alltag nicht durchgehend. Für die eigene Planung ist die konservative Dauerlast-Rechnung die sicherere Grundlage — sie lässt sich für die eigene Geräteliste mit dem Powerstation-Rechner in einem Schritt aufstellen.

Für wen passt die Explorer 1000 v2?

Die Explorer 1000 v2 ist für Nutzer gebaut, die eine 1-kWh-Reserve wirklich bewegen. Bei 10,8 Kilogramm liegt sie rund 1,6 Kilogramm unter der EcoFlow DELTA 3 Classic (12,4 kg laut Hersteller) und etwa 0,5 Kilogramm unter der Anker SOLIX C1000 Gen 2 (11,29 kg laut Hersteller). Bei häufigem Tragen ist dieser Unterschied spürbar, bei stationärer Nutzung im Keller irrelevant.

Tabelle 3: Eignung der Explorer 1000 v2 nach Einsatzprofil. Grundlage sind die Herstellerdaten aus Tabelle 1 (Abruf 11. September 2026) und die Laufzeitrechnung mit Faktor 0,85.
Einsatzprofil Eignung Begründung
Camping mit häufigem Umsetzen gut passend 10,8 kg und klappbarer Griff; 910 Wh nutzbar reichen für Kühlbox, Licht und Laden
Wohnmobil ohne Landstrom, 1 bis 2 Tage passend bei 400 bis 500 Wh Tagesverbrauch ohne Nachladen etwa zwei Tage
Homeoffice-Reserve für Router und Notebook gut passend USV ≤ 20 ms laut Hersteller; 72 W Grundlast laufen rechnerisch über 12 Std.
CPAP-Gerät über Nacht nach Freigabe prüfen bei 40 W rechnerisch rund 23 Std.; Befeuchter vervielfacht den Bedarf, Herstellerfreigabe des Medizingeräts beachten
Haushaltskühlschrank als Notstrom genau prüfen Anlaufspitze kann die 1.500-W-Grenze kurzzeitig fordern; Typenschild prüfen
Wasserkocher, Heizlüfter, Kochplatte nur eingeschränkt 1.500 W Nennleistung sind die harte Grenze; 2.000-W-Geräte laufen nicht
Baustelle mit Kreissäge oder Bohrhammer nicht passend Anlaufströme und Dauerlast überschreiten die Klasse; 2- oder 3-kWh-Station wählen
Winterbetrieb bei Frost nur bedingt Betriebstemperatur laut Hersteller −10 bis 40 °C; Laden bei Frost separat prüfen

Wie sich Frost auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen auswirkt, erklärt LiFePO4 bei Frost laden; für die Einsatzplanung im Homeoffice hilft Powerstation als USV im Homeoffice.

Explorer 1000 v2 oder EcoFlow DELTA 3 Classic — was ist besser?

Beide Stationen liegen in derselben Klasse, setzen aber unterschiedliche Prioritäten. Die Jackery gewinnt beim Gewicht, die EcoFlow bei der Leistung. Die Kapazitäten sind mit 1.070 gegen 1.024 Wattstunden praktisch gleichwertig — 46 Wattstunden Unterschied entsprechen bei 60 Watt Last etwa 39 Minuten.

Tabelle 4: Jackery Explorer 1000 v2 gegen EcoFlow DELTA 3 Classic. Jackery-Werte laut de.jackery.com, EcoFlow-Werte laut de.ecoflow.com, beide Abruf 11. September 2026.
Kriterium Jackery Explorer 1000 v2 EcoFlow DELTA 3 Classic Vorteil
Nennkapazität 1.070 Wh 1.024 Wh Jackery (+46 Wh)
AC-Dauerleistung 1.500 W 1.800 W EcoFlow (+300 W)
AC-Spitzenleistung keine Angabe auf der Produktseite 3.600 W EcoFlow (belegt)
Gewicht 10,8 kg 12,4 kg Jackery (−1,6 kg)
Energiedichte (Rechnung) ca. 99 Wh/kg ca. 83 Wh/kg Jackery
Solareingang 2 × 200 W Panels laut Hersteller 500 W max. EcoFlow
Netzladung 0–100 % 1,7 Std. (Notladung 1 Std.) 60 Min. (80 % in 45 Min.) EcoFlow
Zellchemie LiFePO4 LiFePO4 gleichwertig
Zyklen 4.000 laut Hersteller keine Zyklenzahl auf der Produktseite, nur „10 Jahre“ Jackery (belegte Zahl)
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Unsere Einordnung: Wer die Station regelmäßig trägt und mit 1.500 Watt auskommt, nimmt die Jackery — 1,6 Kilogramm weniger bei mehr Kapazität ist ein messbarer Vorteil. Wer einen Wasserkocher, eine Mikrowelle oder Werkzeug betreiben will, braucht die 1.800 Watt der EcoFlow, und wer ein größeres Solarfeld anschließt, profitiert von den belegten 500 Watt Solareingang. Den ausführlichen Markenvergleich liefert EcoFlow gegen Jackery.

Explorer 1000 v2 oder Anker SOLIX C1000 Gen 2 — welche lohnt sich?

Die Anker SOLIX C1000 Gen 2 ist die direkteste Konkurrentin, weil sie beim Gewicht fast gleichauf liegt und bei Leistung und Ladegeschwindigkeit vorne ist: 2.000 Watt Dauerleistung, 3.000 Watt Spitze und eine Netzladung von 0 auf 100 Prozent in 49 Minuten bei 1.600 Watt Eingang, jeweils laut Anker.

Tabelle 5: Jackery Explorer 1000 v2 gegen Anker SOLIX C1000 Gen 2. Jackery-Werte laut de.jackery.com, Anker-Werte laut anker.com/de, beide Abruf 11. September 2026.
Kriterium Jackery Explorer 1000 v2 Anker SOLIX C1000 Gen 2 Vorteil
Nennkapazität 1.070 Wh 1.024 Wh Jackery (+46 Wh)
AC-Dauerleistung 1.500 W 2.000 W Anker (+500 W)
AC-Spitzenleistung keine Angabe auf der Produktseite 3.000 W Anker (belegt)
Gewicht 10,8 kg 11,29 kg Jackery (−0,49 kg)
Solareingang 2 × 200 W Panels laut Hersteller 600 W max. Anker
Netzladung 0–100 % 1,7 Std. (Notladung 1 Std.) 49 Min. bei 1.600 W Eingang Anker
Zyklen 4.000 laut Hersteller 4.000 laut Hersteller gleichwertig
Geräuschangabe ≤ 22 dB keine Dezibelangabe auf der Produktseite Jackery (belegt)
USV-Umschaltung ≤ 20 ms, IEC 62040 < 10 ms laut Anker-Vergleichstabelle Anker
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Unsere Einordnung: Rein nach Datenblatt hat die Anker SOLIX C1000 Gen 2 die stärkere Bilanz: mehr Leistung, mehr Solareingang, schnelleres Laden, kürzere USV-Umschaltung. Die Jackery bleibt trotzdem die bessere Wahl, wenn Gewicht und Geräuschentwicklung Vorrang haben oder wenn schon SolarSaga-Panels im Haushalt sind. Den Einzelcheck der Konkurrentin liefert Anker SOLIX C1000 im Datencheck; die dritte Alternative der Klasse steht in BLUETTI gegen Jackery.

Wie lädt man die Explorer 1000 v2 mit Solar?

Jackery gibt die Solarladung über die eigene Panelkombination an: Zwei SolarSaga-200-Watt-Module laden die Station laut Hersteller in 3,8 Stunden voll. Das entspricht rechnerisch einer mittleren Ladeleistung von rund 280 Watt über den gesamten Zeitraum — ein Wert, der nur bei klarem Himmel, guter Ausrichtung und kühlen Modulen erreichbar ist.

  • Die 3,8 Stunden sind ein Idealwert: In Deutschland liefert ein 400-Watt-Modulpaar im Dezember oft nur einen Bruchteil des Sommerertrags.
  • Reihenschaltung addiert die Spannung — die Leerlaufspannung steigt bei Kälte und darf die Eingangsgrenze im Handbuch nie überschreiten.
  • Parallelschaltung addiert den Strom — der maximale Eingangsstrom ist die zweite harte Grenze.
  • Fremdmodule sind möglich, aber nicht garantiert: Ein passender Stecker ersetzt keine elektrische Kompatibilitätsprüfung.
  • Panel-Temperaturbereich abweichend: Jackery nennt für Solarmodule −10 bis 65 °C, für die Station nur −10 bis 40 °C.

Die Rechenwege dazu erklärt Powerstation mit Solar laden; die Modulgröße bestimmt Solarmodul für die Powerstation richtig berechnen. Den saisonalen Ertrag schätzt der Solarertrag-Rechner.

Schwächen laut Datenblatt und Handbuch

Diese Punkte sind aus den offiziellen Herstellerangaben belegbar und keine Bewertung aus eigener Nutzung:

  • 1.500 W sind der niedrigste Wert der Klasse: EcoFlow DELTA 3 Classic und BLUETTI Elite 100 V2 nennen 1.800 W, Anker SOLIX C1000 Gen 2 sogar 2.000 W.
  • Keine AC-Spitzenleistung angegeben: Für Geräte mit Anlaufstrom — Kompressor, Pumpe, Werkzeug — fehlt damit die entscheidende zweite Zahl.
  • Betriebstemperatur nur −10 bis 40 °C: Das ist die engste Angabe im Vergleich; die Explorer 500 v2 nennt Jackery mit −20 bis +45 °C.
  • Keine Erweiterbarkeit: Für die v2-Reihe listet Jackery im deutschen Shop keine Zusatzakkus; die Kapazität ist mit dem Kauf fixiert.
  • Solareingang nur über Panelzahl definiert: Jackery nennt „200 W × 2“ statt einer Watt-, Spannungs- und Stromgrenze — die harten Werte stehen nur im Handbuch.
  • Lieferumfang knapp: Enthalten sind laut Hersteller nur Station, AC-Ladekabel und Handbuch — Solar- und Autoladekabel müssen separat beschafft werden.
  • Notladung nur per App: Die 1-Stunden-Ladung ist laut Hersteller an den per App aktivierten Notlademodus gebunden, nicht an den Standardbetrieb.
Keine improvisierte Hauseinspeisung: Auch mit USV-Funktion darf die Station nicht über ein beidseitig mit Netzstecker versehenes Kabel ins Hausnetz eingespeist werden. Feste Ersatzstromlösungen gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

Kaufcheck in sechs Schritten

  1. Stärkstes Gerät prüfen: Dauerleistung und Anlaufspitze müssen unter 1.500 Watt bleiben.
  2. Tagesbedarf rechnen: 910 Wattstunden nutzbar sind die Planungsgrundlage, nicht 1.070.
  3. Ladefenster festlegen: 1,7 Stunden an der Wand genügen meist; die 1-Stunden-Notladung ist der Ausnahmefall.
  4. Solarplan abgleichen: Panelzahl, Verschaltung und Eingangsgrenzen gegen das Handbuch prüfen.
  5. Generation kontrollieren: Explorer 1000 v2, 1000 Plus und die ausgelaufene 1000 Pro sind drei verschiedene Geräte.
  6. Garantie und Verkäufer klären: Bedingungen, Registrierung und Abwicklung unterscheiden sich je Händler.

Häufige Fragen

Wie viel Watt hat die Jackery Explorer 1000 v2?

Jackery nennt 1.500 Watt Wechselstrom-Nennleistung. Das ist die Dauerleistung aller 230-Volt-Ausgänge zusammen. Eine Spitzenleistung für kurzzeitige Anlaufströme gibt Jackery auf der Produktseite nicht an — das ist bei Kompressoren, Pumpen und Elektrowerkzeug die wichtigere Zahl. Zusätzlich stehen USB-A- und USB-C-Ausgänge mit bis zu 100 Watt Dual Power Delivery bereit. Wer regelmäßig Geräte über 1.500 Watt betreiben will, sollte eine Station der 2-kWh-Klasse wählen.

Wie lange lädt die Explorer 1000 v2?

Jackery nennt vier Ladewege mit konkreten Zeiten: Notladung über die App in 1 Stunde, Wandladung in 1,7 Stunden, Solarladung mit zwei 200-Watt-Panels in 3,8 Stunden und Autoladung in 12 Stunden. Alle Werte gelten für eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent unter Herstellerbedingungen. Die Solarangabe ist ein Idealwert: In Deutschland verlängert sich die Ladezeit je nach Monat, Neigung und Verschattung erheblich.

Ist die Explorer 1000 v2 die leichteste Powerstation der 1-kWh-Klasse?

Mit 10,8 Kilogramm bei 1.070 Wattstunden ist sie die leichteste der vier großen 1-kWh-Stationen, die wir für diesen Vergleich geprüft haben: Anker SOLIX C1000 Gen 2 wiegt 11,29 Kilogramm, EcoFlow DELTA 3 Classic 12,4 Kilogramm. Das entspricht rund 99 Wattstunden pro Kilogramm. Eine marktweite Bestmarke behaupten wir nicht, weil das Modellangebot laufend wechselt und kleinere Anbieter nicht vollständig erfasst sind.

Kann die Explorer 1000 v2 einen Kühlschrank betreiben?

Ein Haushaltskühlschrank mit 60 Watt mittlerer Leistungsaufnahme läuft rechnerisch rund 15 Stunden — dieser Wert deckt sich mit der Herstellerangabe von 15 Stunden für einen tragbaren Kühlschrank mit 60 Watt. Entscheidend ist die Anlaufspitze: Der Kompressor kann beim Start kurzzeitig ein Mehrfaches seiner Nennleistung ziehen. Weil Jackery keine AC-Spitzenleistung angibt, sollte der Betrieb mit dem konkreten Gerät praktisch getestet werden, solange ein Rückgaberecht besteht.

Hat die Explorer 1000 v2 eine echte USV-Funktion?

Jackery nennt eine Umschaltzeit von höchstens 20 Millisekunden und verweist auf eine Zertifizierung nach IEC 62040. Damit ist die Station für viele Router, Notebook-Netzteile und Monitore geeignet. Eine Garantie für jedes Endgerät ist das nicht: Manche NAS-Systeme, Desktop-Netzteile und Heizungssteuerungen reagieren empfindlicher, als die Normangabe vermuten lässt. Teste die Umschaltung mit deinem eigenen Gerät, bevor du dich darauf verlässt.

Explorer 1000 v2 oder Explorer 1000 Plus — welche ist aktueller?

Beide Modelle führt Jackery im deutschen Shop aktiv. Die Explorer 1000 v2 ist die leichte Variante mit 1.070 Wattstunden, 1.500 Watt und 10,8 Kilogramm. Die Explorer 1000 Plus bietet 1.264 Wattstunden und 2.000 Watt und lässt sich mit dem Batteriepack 1000 Plus erweitern. Ausgelaufen ist dagegen die Explorer 1000 Pro: Sie erscheint im Hersteller-Produktmenü nicht mehr, sondern nur noch in der Zubehör-Kompatibilität der Tragetasche M.

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Primärquellen und Datenstand

Datenstand: 11. September 2026. Alle technischen Zahlen in diesem Beitrag stammen aus den hier verlinkten offiziellen Hersteller-Unterlagen. Händlerpreise werden nicht festgeschrieben, weil sie sich täglich ändern.

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Florian Schröder

Gründer & Chefredakteur von Powerstation Helden. Florian strukturiert datenbasierte Vergleiche und Kaufberatungen rund um Powerstations, Solargeneratoren und mobile Stromversorgung. Empfehlungen beruhen auf Herstellerunterlagen, technischen Daten, Kompatibilitätsprüfungen und nachvollziehbaren Anwendungsszenarien. Eigene Praxistests werden ausdrücklich als solche gekennzeichnet.

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