Anker Solix Solarbank 4 Pro und 3 Pro im Datencheck 2026: Generationenvergleich, Notstrom & Praxis

Veröffentlicht: 10. August 2026 · Zuletzt aktualisiert: 11. September 2026 · Autor: Florian Schröder

Wer „anker solix solarbank 4″ oder „anker solarbank 3 pro“ sucht, landet mitten in einem Generationswechsel: Die Solarbank 3 Pro ist weiterhin im Handel, während die neue Solarbank 4 Pro als aktuelles Topmodell der DC-/Hybrid-Linie mit deutlich mehr Leistung und Kapazität antritt — daneben führt Anker mit der Solarbank Max AC inzwischen ein drittes, rein AC-gekoppeltes Modell speziell für Nachrüster, dazu gleich mehr. Beide Hauptgenerationen sind gleichzeitig erhältlich, beide werden monatlich zehntausendfach gesucht — die eigentliche Frage lautet also nicht „welches Anker-Modell“, sondern „welche Generation passt zu meiner Anlage“. Dieser Beitrag ist ein Datencheck: Wir stellen Ankers eigenen Generationenvergleich, weitere bestätigte Herstellerangaben und ausgewertete Nutzerberichte sauber getrennt nebeneinander — keinen erfundenen Eigentest.

Kurzantwort: Die Anker Solix Solarbank 4 Pro (E5000) ist das neue Topmodell der DC-/Hybrid-Linie: 5.024 Wh Kapazität, bis zu 5.000 W PV-Eingang über 4 MPPT-Tracker (bis 12 Panels) und ein AC-Ausgang, der als „800 W / 2.500 W“ beworben wird — 800 W sind der in Deutschland zulässige Regelbetrieb für ein vereinfacht angemeldetes Balkonkraftwerk, 2.500 W nur die reine Geräteobergrenze, die einen zweiten, separaten Weg über den Off-Grid-Anschluss oder eine volle Anlagenanmeldung erfordert (Details weiter unten). Die Solarbank 3 Pro (E2700) bleibt parallel im Handel: 2.688 Wh Kapazität, bis 3.600 W PV-Eingang, ebenfalls 4 MPPT (bis 8 Panels), aber nur 1.200 W maximale AC-Ausgangsleistung. Für die meisten Haushalte, die ein Balkonkraftwerk um einen Speicher ergänzen, reicht die 3 Pro; wer mehr Module, höheren Verbrauch oder einen spürbaren Notstrom-Puffer will, sollte zur 4 Pro greifen. Die Anker Solarbank 2 (Pro/AC/Plus) ist zwei Generationen alt, bleibt aber über den neuen BP5000-Erweiterungsakku aufrüstbar.

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Datenbasis und redaktionelle Einordnung

Transparenz: Dieser Beitrag ist ein redaktioneller, datenbasierter Ratgeber – kein standardisierter Labortest. Wir prüfen offizielle Hersteller-Datenblätter, Handbücher, Sicherheitsnormen (DIN EN 62133 / VDE) und berechnen Laufzeitbeispiele mit einem ausdrücklich angenommenen Gesamtnutzungsfaktor von 0,85. Dieser Planungswert ist keine eigene Messung und keine universelle Produkteigenschaft.

Redaktionell geprüft: August 2026. Technische Spezifikationen werden regelmäßig anhand offizieller Herstellerunterlagen abgeglichen.

So ist dieser Beitrag geprüft

Dieser Beitrag ist ein Datencheck, kein eigener Labortest. Der Generationenvergleich Solarbank 4 Pro gegen 3 Pro stammt wörtlich aus Ankers eigener Vergleichstabelle auf der offiziellen deutschen Produktseite. Zusätzliche technische Angaben — Maße, Gewicht, Schutzart, Notstromleistung und die Voraussetzungen für eine höhere Netzeinspeisung — haben wir auf denselben offiziellen Anker-Seiten nachgeprüft und einzeln mit Quelle belegt. Wo eine Angabe, etwa der Wirkungsgrad, auf den geprüften Seiten nicht im Klartext stand, haben wir sie weggelassen statt geschätzt. Der Abschnitt zu gemeldeten Schwächen basiert auf einer Auswertung öffentlich zugänglicher Foren-Threads (photovoltaikforum.com, akkudoktor.net) — einschließlich der Gegenrede anderer Forenteilnehmer, nicht nur der Erstmeldung, und nicht auf eigenen Messungen. Herstellerangaben zu Einsparung und Amortisation sind als solche gekennzeichnet und keine neutrale Rechnung. Amazon-Produktpreise werden aus Compliance-Gründen nicht angezeigt. Mehr zu unserer Arbeitsweise, unseren Quellen und der Bewertungsmethodik: Über uns.

Bevor es an die Details geht: Wer grundsätzlich zwischen einem nachgerüsteten Speicher wie der Solarbank und einer mobilen Powerstation schwankt, findet die Grundsatzabwägung in unserem Beitrag Balkonkraftwerk-Speicher vs. Powerstation.

Generationenvergleich: Anker Solix Solarbank 4 Pro vs. 3 Pro

Anker vergleicht die beiden aktuellen Generationen selbst direkt auf seiner deutschen Produktseite. Die Kernwerte übernehmen wir unverändert, ergänzt um separat geprüfte Maße, Gewicht und Schutzart derselben offiziellen Produktseiten:

Merkmal Solarbank 4 E5000 Pro Solarbank 3 E2700 Pro
Max. AC-Ausgangsleistung (Netzeinspeisung) 2.500 W (Geräteobergrenze) 1.200 W
PV-Eingang / max. Panels bis 5.000 W, 4 MPPT, bis 12 Panels bis 3.600 W, 4 MPPT, bis 8 Panels
Batteriekapazität Hauptgerät 5.024 Wh 2.688 Wh
Erweiterung + 5 × BP5000 → bis 30 kWh + 5 × BP2700 → bis 16,2 kWh
Lebensdauer 10.000 Zyklen 6.000 Zyklen
Maße / Gewicht (offizielle Anker-Angabe) 460 × 305 × 355 mm, 50 kg 460 × 254 × 279 mm, 29,2 kg
Schutzart / Betriebstemperatur IP66, −20 °C bis 55 °C IP65, −20 °C bis 55 °C

Die 800-W-Falle — und der zweite Weg daneben: Anker bewirbt die 4 Pro mit „800 W / 2.500 W AC-Ausgang“ — das klingt nach frei wählbarer Leistung, ist es aber nur bedingt. Für den regulären Netzanschluss gilt: 800 W sind der Wert, den ein vereinfacht angemeldetes Steckersolargerät in Deutschland ohne Weiteres einspeisen darf. Mehr Netzeinspeiseleistung ist laut Anker möglich, aber an klare Auflagen gebunden — die Installation von PluginPower™ 2.0 (bis 2.500 W) muss zwingend durch eine qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen, inklusive separat zu kaufendem Zubehör (Wieland-Steckdose und -Kabel), einem eigenen, fest angeschlossenen Stromkreis, einem Smart Meter Gen 2 (bei Dreiphasenhaushalten zusätzlich einem Stromwandler) sowie der entsprechenden Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Das ist ein anderer Aufwand als „App-Schalter umlegen“.

Wichtig zu unterscheiden: Der 2.500-W-Off-Grid-Anschluss der 4 Pro ist technisch ein separater Port und unterliegt der 800-W-Netzgrenze gar nicht — Anker bewirbt ihn ausdrücklich als sofort nutzbaren Weg für leistungsstarke Geräte, „ganz ohne Elektriker“. Dieselbe Steckdose übernimmt zusätzlich die Notstromfunktion (dazu weiter unten mehr) — sie ist also kein reiner USV-Anschluss, sondern ein zweiter, alltagstauglicher Leistungsweg neben dem 800-W-Netzanschluss. Bei der 3 Pro liegt die Geräteobergrenze für die Netzeinspeisung laut Ankers eigenem Generationenvergleich ohnehin nur bei 1.200 W; ihr eigener Off-Grid-Anschluss liefert bis zu 1.200 W.

Und die PV-Seite? Die 800-W-Grenze betrifft die Ausgangsleistung — beim Solareingang liefern Ankers eigene Quellen widersprüchliche Angaben, die sich nicht eindeutig auflösen lassen. Der Haftungsausschluss auf der Solarbank-3-Pro-Seite nennt für die aktuellen regulatorischen Ausnahmen in Deutschland „eine installierte PV-Leistung von bis zu 2000W und eine Wechselrichterleistung von bis zu 800W“. Die Solarbank-4-Pro-Seite wirbt dagegen mit einem neuen VDE-4105(26)-Standard, der die Anmeldung von Balkon-Speichersystemen unter 7.000 W vereinfache und „einen Durchbruch der 2000W PV-Eingangsgrenze“ markiere. Beide Aussagen stehen unverändert auf offiziellen Anker-Seiten, ohne dass sich daraus eindeutig ableiten lässt, welche PV-Eingangsleistung aktuell ohne volle Anlagenanmeldung zulässig ist. Wer mit den beworbenen bis zu 5.000 W PV-Eingang der 4 Pro plant, sollte die aktuell gültige Grenze vor dem Kauf direkt beim eigenen Netzbetreiber klären, statt sich allein auf eine der beiden Anker-Aussagen zu verlassen. Alle Details zu Anmeldepflichten, MaStR und dem Unterschied zwischen vereinfachtem und regulärem Netzanschluss ordnen wir in Balkonkraftwerk 800-Watt-Grenze und Anmeldung ein.

Wer den Unterschied zwischen LiFePO4 und klassischem Lithium-Ionen verstehen will — relevant für die Zyklenfestigkeit von 10.000 bzw. 6.000 Zyklen in der Tabelle oben — findet ihn in LiFePO4 vs. Lithium-Ionen.

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Für wen die 4 Pro, für wen die 3 Pro?

Die Solarbank 3 Pro deckt den klassischen Nachrüstfall ab: eine bestehende Balkonkraftwerk-Anlage mit ein bis zwei Modulen, moderatem Verbrauch und dem Wunsch nach einem soliden, aber nicht überdimensionierten Speicher. Mit 2.688 Wh Basiskapazität, bis zu 3.600 W PV-Eingang und einem in der Regel spürbar günstigeren Einstiegspreis ist sie für die Mehrheit der Balkonkraftwerk-Haushalte ausreichend dimensioniert — und lässt sich bei Bedarf über bis zu fünf BP2700-Module auf 16,2 kWh erweitern.

Die 4 Pro lohnt sich, wenn mindestens eines davon zutrifft: eine größere PV-Fläche mit bis zu zwölf Panels soll angeschlossen werden, der Haushalt hat einen hohen Grundverbrauch und will langfristig auf bis zu 30 kWh Speicher ausbauen, oder ein spürbarer Notstrom-Puffer über den dedizierten Off-Grid-Anschluss ist gewünscht. Die höhere Zyklenfestigkeit (10.000 statt 6.000 Zyklen) macht sie zudem für Nutzer interessant, die den Speicher über viele Jahre täglich voll aus- und wieder aufladen.

Praktisch: Über das Power-Dock-System lassen sich laut Anker bis zu vier Solarbank-4-Pro-Einheiten parallel betreiben, mit einer maximalen AC-Ausgangsleistung im Verbund von 9,6 kW; vier Solarbank-3-Pro-Einheiten kommen laut der 3-Pro-Produktseite auf bis zu 4,8 kW. Solarbank 3 Pro und 4 Pro lassen sich laut Anker auch gemeinsam betreiben — dabei ändert sich aber die tatsächliche Netzeinspeiseleistung des Gesamtsystems: Anker schreibt dazu ausdrücklich, dass eine zertifizierte Elektrofachkraft in diesem Fall eine neue Netzanschlussanmeldung beim örtlichen Netzbetreiber einreichen muss, zusätzlich zu einem Interface-Upgrade des bestehenden Power Docks über ein separates Zubehör-Set.

Ob sich eine Solarbank für die eigene Anlagengröße überhaupt lohnt, lässt sich mit dem Balkonkraftwerk-Speicher-Rechner grob abschätzen. Wer noch grundsätzlich unsicher ist, ob ein Speicher für die eigene Situation sinnvoll ist, findet in Balkonkraftwerk mit Speicher: sinnvoll oder nicht? eine Einordnung nach Verbrauchsprofil.

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Erweiterung, Abwärtskompatibilität und die Solarbank 2

Wer bereits eine ältere Anker Solarbank besitzt, muss für mehr Kapazität nicht zwingend die ganze Anlage tauschen. Das Hauptgerät der 4 Pro unterstützt laut Anker neben dem neuen BP5000 auch die älteren Erweiterungsakkus BP1600 und BP2700 — bei gemischten Modulen kann die Ladeleistung der Haupteinheit allerdings durch die Installations- beziehungsweise Stapelreihenfolge beeinflusst werden, was für Aufrüster praxisrelevant ist. Umgekehrt ist der neue, größere BP5000-Akku ausdrücklich kompatibel mit der Solarbank 2 Pro, Solarbank 2 AC, Solarbank 2 Plus und der Solarbank 3 Pro.

Für Besitzer einer Anker Solarbank 2 (Pro/AC/Plus) bedeutet das: Auch wer heute schon zwei Generationen zurückliegt, ist nicht auf ein Komplett-Upgrade angewiesen — der BP5000 lässt sich als reines Kapazitäts-Add-on nutzen, ohne das Hauptgerät zu ersetzen. Ein Neukauf der Solarbank 2 selbst ergibt aus heutiger Sicht wenig Sinn, da sowohl 3 Pro als auch 4 Pro in Ausgangsleistung, PV-Eingang und Zyklenfestigkeit deutlich vorn liegen; als Erweiterungspfad für Bestandsanlagen bleibt sie über den BP5000 aber relevant.

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Smart Meter Gen 2, AI EMS und Notstrom in der Praxis

Zur Solarbank 4 Pro gehört laut Anker das neue Smart Meter Gen 2 mit Dual-Circuit-Design: Es überwacht den Hauptstromkreis, während ein zweiter Kanal wahlweise Überlastschutz oder eine die Einspeisung von Drittanbieter-Solaranlagen erfasst. Ergänzt wird das durch das AI EMS, das Laden und Entladen dynamisch nach Wetterdaten, Haushaltsverbrauch und Strompreisen steuert — statt starrer Zeitpläne passt sich der Speicher damit an tatsächliche Verbrauchs- und Erzeugungsmuster an.

Beim Notstrom lohnt sich genaues Lesen der Herstellerangaben: Die integrierte USV-Funktion der 4 Pro schaltet laut Anker innerhalb von 10 Millisekunden in den Off-Grid-Modus und liefert dort bis zu 2.500 W — aber ausschließlich für Verbraucher, die am dedizierten Off-Grid-Anschluss angeschlossen sind, nicht für das gesamte Hausnetz. Wie oben beschrieben ist dieser Anschluss zugleich der Weg, über den sich leistungsstarke Geräte ohne Elektriker direkt betreiben lassen — Notstrom ist also eine Zusatzfunktion desselben Ports, nicht sein einziger Zweck. Wie lange die Notstromversorgung reicht, hängt von Ladezustand und angeschlossener Last ab, und das Umschaltverhalten variiert je nach Verbraucher. Bei der 3 Pro liegt die von Anker genannte Notstromleistung über den eigenen Inselanschluss bei bis zu 1.200 W — deutlich geringer, aber nach demselben Prinzip: Notstrom gibt es nur an diesem separaten Anschluss, nicht als Ersatz für die komplette Hausinstallation.

Zur Wirtschaftlichkeit wirbt Anker mit „2.234 € Einsparung pro Jahr“ und einer Amortisationszeit von rund drei Jahren bei „15 Jahre zuverlässiger Leistung“. Das sind Herstellermarketing-Zahlen mit Fußnote, keine neutrale Rechnung — sie hängen stark von Strompreis, Verbrauchsprofil und dem tatsächlich nutzbaren Anteil des Überschusses ab. Bei einem typischen, auf 800 W begrenzten Balkonkraftwerk mit einer PV-Anlage ist die genannte Größenordnung mit Vorsicht zu genießen; realistische Amortisationszeiten für Speicher dieser Preisklasse liegen für die meisten Haushalte eher deutlich höher als drei Jahre.

Gemeldete Probleme & bekannte Schwächen

Wir fassen zusammen, was in ausgewerteten Foren-Threads bei photovoltaikforum.com und akkudoktor.net tatsächlich gemeldet wird — inklusive der Widerrede anderer Nutzer im selben Thread, nicht nur der Erstmeldung. Die 3 Pro ist seit längerem im Handel und entsprechend besser dokumentiert; zur neueren 4 Pro liegen bislang keine vergleichbar langjährigen Forenberichte vor.

  • Bei bestehender PV-Anlage: ein gemeldeter Einzelfall, im selben Thread widersprochen. Ein Nutzer (ma7ja5) berichtet im photovoltaikforum.com, seine an die Solarbank 3 Pro angeschlossenen Zusatzmodule würden kaum genutzt, weil das Gerät zuerst den Überschuss der Hauptanlage lädt; zusätzlich behauptet er, Netzbetreiber würden die Einspeisung der Balkonanlage pauschal von der Vergütung der Hauptanlage abziehen. Die beiden Punkte sind im Thread unterschiedlich zu bewerten. Das technische Verhalten wird bestätigt, nicht bestritten: Fox10 schreibt, es sei klar, „das die SB dann die Zulieferung einstellt wenn bereits 800Watt oder mehr ausgeleitet werden, woher soll das SM schließlich wissen woher das stammt. Diese Erkenntnis ist weder Geheim noch neu.“ Bestritten wird ausschließlich die Schuldzuweisung an Anker — Fox10 ordnet die Frage „nichts mit Anker sondern den deutschen Regularien“ zu, und Grummel2 verweist darauf, dass eine ordentliche Inbetriebnahme das Problem löst und die Vergütung nach EEG einforderbar bleibt. Für dich heißt das: Das beschriebene Verhalten ist real und eine Folge der 800-W-Logik, kein Gerätedefekt — wer bereits eine PV-Anlage betreibt, sollte es vor dem Kauf einkalkulieren.
  • Gemeldete Ladeverluste — Geräte- und Seriendefekt im Thread ausgeschlossen, Ursache offen. Im akkudoktor-Forum berichtet ein Nutzer (TimeGhost) von rund 40 % Ladeverlust gegenüber der gemessenen Modulleistung, auch nach einem Geräteaustausch durch den Anker-Support. Ein anderer Nutzer (win) ordnet die Messwerte im weiteren Threadverlauf ein und schließt sowohl einen Einzeldefekt als auch einen Seriendefekt des Geräts weitgehend aus: „Damit kann man Einzelfehler des Gerätes und Serienfehler nahezu ausschließen. Also muss das Problem irgendwo anders herkommen.“ Der Melder hat seine Messungen im weiteren Verlauf mit Bildern belegt; den vorgeschlagenen Tauschtest zwischen den Modulen hat er dagegen bis zum Ende des Threads nicht durchgeführt — die eigentliche Ursache bleibt damit ungeklärt, ein Geräteproblem gilt im Thread aber als weitgehend ausgeschlossen. Aus demselben Thread berichtet TimeGhost zusätzlich von wenig hilfreichen, teils automatisiert wirkenden Support-Antworten — eine Einzelmeldung; eine zweite, unabhängige Support-Kritik findet sich allerdings in der anderen hier ausgewerteten Quelle — ma7ja5 schreibt im photovoltaikforum, er würde „nach meinen Erlebnissen mit der Hotline … sogar grundsätzlich von ANKER-Produkten abraten“.

Wichtig für die Einordnung: Beide Fälle sind Einzelmeldungen, die im jeweiligen Thread selbst widersprochen, relativiert oder nicht abschließend geklärt wurden — sie lassen keine belastbare Fehlerquote ableiten, zeigen aber, worauf sich Interessenten vor dem Kauf einstellen sollten: bei bestehender PV-Anlage die Abrechnungslogik vorab mit dem Netzbetreiber und eine ordentliche Inbetriebnahme klären, bei der Ladeleistung im Zweifel selbst nachmessen.

Für genau das Szenario aus der ersten Meldung — eine bereits bestehende PV-Anlage, bei der die eigenen MPPT-Eingänge der Solarbank kaum etwas beizutragen haben — führt Anker inzwischen ein drittes aktuelles Produkt: die Solarbank Max AC. Sie ist rein AC-gekoppelt, hat keine eigenen MPPT-Solareingänge, dafür mit 7 kWh Basiskapazität (erweiterbar auf bis zu 42 kWh mit BP7000-Modulen) mehr Speicher als die 4 Pro, und wird von Anker ausdrücklich „zur Nachrüstung bestehender Anlagen“ beworben — Standardausgang 800 W, bis zu 3.500 W über einen separaten Stromkreis, IP66, 10.000 Zyklen. Wer die 3 Pro erwägt, obwohl bereits eine funktionierende PV-Anlage läuft, sollte die Max AC als Alternative mit in die engere Auswahl nehmen, statt ungenutzte Solareingänge mitzukaufen.

Ankers mobile Powerstations der SOLIX-Reihe sind ein anderes Produkt — sie speichern nicht am Balkonkraftwerk, sondern liefern Strom unterwegs. Mehr dazu im Anker Solix Powerstation Test. Wer stattdessen eine Übersicht über weitere Balkonkraftwerk-Speicher am Markt sucht, wird im Balkonkraftwerk-Speicher-Test-Hub fündig, unter anderem mit dem direkten Wettbewerber Marstek Venus E.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Anker Solarbank 4 Pro und 3 Pro?

Die 4 Pro (E5000) bietet mit 5.024 Wh fast die doppelte Kapazität der 3 Pro (E2700, 2.688 Wh), dazu mehr PV-Eingang (5.000 statt 3.600 W), einen höheren AC-Ausgang (2.500 statt 1.200 W Geräteobergrenze) und eine höhere Zyklenfestigkeit (10.000 statt 6.000 Zyklen). Die 3 Pro bleibt für die meisten Haushalte ausreichend und günstiger im Einstieg, die ein bestehendes Balkonkraftwerk um einen Speicher ergänzen und dessen Module direkt an den Speicher hängen wollen. Wer dagegen bereits eine vollwertige PV-Anlage betreibt, deren Wechselrichter weiterläuft, braucht die MPPT-Eingänge beider Geräte nicht — für diesen Fall siehe die rein AC-gekoppelte Solarbank Max AC weiter unten.

Wie viel Watt darf die Anker Solarbank in Deutschland einspeisen?

Über den regulären Netzanschluss in der Praxis 800 W — das ist die gesetzliche Grenze für vereinfacht angemeldete Steckersolargeräte. Mehr Netzeinspeisung ist laut Anker möglich, erfordert aber eine Elektrofachkraft, zusätzliches PluginPower-2.0-Zubehör, einen eigenen Stromkreis, ein Smart Meter Gen 2 und die Anmeldung beim Netzbetreiber sowie im Marktstammdatenregister. Unabhängig davon liefert der separate Off-Grid-Anschluss (2.500 W bei der 4 Pro, 1.200 W bei der 3 Pro) direkt nutzbare Leistung ohne diese Auflagen — er speist aber nicht ins Hausnetz ein, sondern nur an daran angeschlossene Geräte.

Funktioniert Notstrom mit der Anker Solarbank an jeder Steckdose?

Nein. Die USV-/Notstromfunktion gilt laut Anker ausschließlich für Verbraucher, die am dedizierten Off-Grid-Anschluss der Solarbank angeschlossen sind — nicht für das gesamte Hausnetz. Die 4 Pro liefert dort bis zu 2.500 W, die 3 Pro bis zu 1.200 W, jeweils abhängig von Ladezustand und angeschlossener Last.

Kann ich eine ältere Anker Solarbank mit dem neuen BP5000-Akku erweitern?

Ja, sofern es sich um eine Solarbank 2 Pro, Solarbank 2 AC, Solarbank 2 Plus oder Solarbank 3 Pro handelt — für diese Modelle bestätigt Anker die Kompatibilität mit dem BP5000-Erweiterungsakku ausdrücklich. Das Hauptgerät der 4 Pro wiederum unterstützt umgekehrt auch ältere Akkus wie BP1600 und BP2700.

Lohnt sich die Amortisation, die Anker verspricht?

Die von Anker genannten „2.234 € Einsparung pro Jahr“ und rund drei Jahre Amortisation sind Herstellermarketing-Zahlen mit Fußnote, keine neutrale Rechnung. Sie hängen stark von Strompreis, Verbrauchsprofil und dem real nutzbaren Überschussanteil ab; bei einem auf 800 W begrenzten Balkonkraftwerk liegt die realistische Amortisationszeit für die meisten Haushalte deutlich höher.

Gibt es die Solarbank 3 und 4 auch ohne „Pro“?

Die aktuellen Generationen führt Anker auf der offiziellen deutschen Seite als Solarbank 3 E2700 Pro und Solarbank 4 E5000 Pro; die vielfach gesuchten Kurzformen „Solarbank 3″ und „Solarbank 4″ beziehen sich in der Praxis auf dieselben Pro-Modelle. Daneben verkauft Anker mit der Solarbank Max AC inzwischen ein drittes aktuelles Modell ohne eigene MPPT-Solareingänge, das gezielt für die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen positioniert ist.

Was ist die Anker Solix Solarbank Max AC?

Ein drittes, aktuelles Anker-Produkt neben 3 Pro und 4 Pro: ein rein AC-gekoppelter Heimspeicher mit 7 kWh Basiskapazität (erweiterbar auf bis zu 42 kWh), ohne eigene MPPT-Solareingänge. Anker bewirbt sie ausdrücklich „zur Nachrüstung bestehender Anlagen“ — für Haushalte mit bereits laufender PV-Anlage kann sie damit die passendere Wahl sein als 3 Pro oder 4 Pro, deren eigene Solareingänge in diesem Fall oft ungenutzt bleiben.

Sollte man 2026 noch die Anker Solarbank 2 kaufen?

Als Neukauf eher nicht: Sowohl die 3 Pro als auch die 4 Pro liegen bei Ausgangsleistung, PV-Eingang und Zyklenfestigkeit klar vorn. Als Bestandsgerät bleibt die Solarbank 2 (Pro/AC/Plus) aber relevant, da sie sich über den neuen BP5000-Akku dokumentiert erweitern lässt, ohne das Hauptgerät zu ersetzen.

Primärquellen und Datenstand

Marsteks DC-Einstieg in derselben Klasse: der B2500 im Datencheck.

FS

Florian Schröder

Gründer & Chefredakteur von Powerstation Helden. Florian strukturiert datenbasierte Vergleiche und Kaufberatungen rund um Powerstations, Solargeneratoren und mobile Stromversorgung. Empfehlungen beruhen auf Herstellerunterlagen, technischen Daten, Kompatibilitätsprüfungen und nachvollziehbaren Anwendungsszenarien. Eigene Praxistests werden ausdrücklich als solche gekennzeichnet.

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